Unsere Masken

Ur-Hopfennarr

 

Ur-Hopfennarr

Er ist ein getreu den Überlieferungen hergestelltes Einzelkostüm, das mit den Abbildungen auf verschiedenen Jahrzehnte alten Narrenfahnen übereinstimmt. Der Urhopfennarr hatte einen Kittel aus grünen Filz-Hopfenblättern und eine grüne Bundhose. Er trug grüne Strümpfe, über den Kopf stülpte er sich eine Haube - natürlich einer Hopfendolde gleich - aber ohne Maske.

Er führt die in den späteren Jahren entwickelte Hopfennarrengruppe an und verbindet sie mit der alten Tradition. Das Häs wurde absichtlich aus diesen Gründen nur in einer Ausfertigung hergestellt.





Hopfennarr

 

Hopfennarr

Aus dem überlieferten Urhopfennarr entwickelte sich der heutige Hopfennarr als Gruppenhäs.

Bei diesem Plätzlesnarren ist es nicht geblieben. Weil der Malermeister Lippus (ein gebürtiger Rottweiler) an der Wiege des Hopfennarren stand, wurde der Neuling, wie viele Rottweiler Figuren auch, ein Weißnarr. Er bekam nämlich ein Häs mit Blättern, Ranken und Hopfen bemalt. Der Kopfschmuck besteht aus dem sog. Hopfennarrentuch, welches mit Filzbögen, Glöckchen, Hopfen und Hopfenblättern aus grünem Filz bestückt wird.

Einzigartig aber ist seine Maske. Aus seinem Gesicht blickt jener Schalk, den sich die Narren der Hopfenstadt eben wünschen. Diese Gesichtszüge hat ihm der Biberacher Maskenschnitzer Hasenmaile mit auf den Weg gegeben.
Hierzu trägt der Narr einen Schellenstab (Holzstab mit Schellenkranz).





Hopfensau

 

Hopfensau

Die Hopfensau ist bei den Umzügen eine Einzelfigur. Saubloder schwingend ist sie die einsame Königin unter den Masken.Der Hopfennarr zog, zwangsläufig dem Brauch folgend, die Hopfensau nach sich. Jene Einzelfigur, die bei jedem Hopfenschmaus eine tragende Rolle gespielt hat. Die Hopfensau war die Person, die die letzte Hopfenranke während einer Ernte gepflückt hat. Sie wurde im Triumphzug zum Hof des Hopfenbauers geleitet.

Wie der Hopfennarr, trägt auch die Hopfensau ein aus Hose, Jacke und Maskentuch bestehendes, mit Hopfenblättern und -ranken verziertes Gewand. Die Einzelmaske zeigt einen Saukopf.





Rote Spinne

 

Rote Spinne

Eine ebenfalls der Hopfennarrengruppe angehörende Narrenfigur ist die Rote Spinne. Sie ist ursprünglich ein hartnäckiges Insekt, das die Blätter ganzer Hopfenkulturen mit seinem kranken Rotbraun überzieht.Dieses Kostüm besteht aus einer insektenartigen roten Maske mit Hopfenkopfputz und roter Haube. Sie trägt dazu einen roten Schirm mit Hopfen und Glöckchen. Der Anzug ist schwarz, mit roten Kordeln benäht. Daran ist ein großer gelber Rundkragen mit Blättern, Hopfen und Glöckchen befestigt.

Eine festgelegte Ordnung reduziert diese Fasnachtsgestalt auf einen bestimmten Prozentsatz, welcher besagt, dass auf ca. 20 Hopfennarren nur "eine Rote Spinne" kommen darf.





Gätterlet

 

Gätterlet

1953 wurden von Dr. Alex Frick die ersten drei Gätterlet, wie wir sie heute haben, neu belebt. Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurden schon eine Art Gätterlet von Georg Locher erwähnt. Dieses Häs ist eigentlich das älteste. Vom Ursprung her galt das Gätterlet als eine Art Hofnarr. Die Farbenprächtigkeit verdankt es aber der venezianischen Commedia dell' Arte im 16. Jahrhundert.

Das eigenartige Wort Gätterlet kommt von Gatter. In diesem Fall bezieht es sich aber auf die viereckigen, farbigen Stoffteile, aus denen das Narrengewand zusammengesetzt ist. Im Gegensatz zu den meisten Plätzlegewändern, werden die Plätzle als auf der Spitze stehende Karos aneinander genäht und ergeben mit ihren Farben rot, blau, gelb, grün, weiß und schwarz ein prächtiges Bild. Man trägt hierzu eine Art Krausekragen (Rüsche) in den gleichen sechs Farben und eine Stoffkappe. Die Holzmaske zeigt ein markant lächelndes Gesicht. Als geräuschvolles Beiwerk dienen die Holz-Rätschen.





Gickeler

 

Gickeler

Diese Figur besteht aus einem einfachen gelb-orangene Hahnenkostüm mit stoffverlarvtem Gesicht, rotem Hahnenkamm, Glöckchen und einer Saubloder. Hierbei handelt es sich um ein Kinderkostüm.Der Gickeler ist wohl durch den zumindest damals landwirtschaftlichen Charakter des Tettnanger Gebiets zu erklären.

Leihhäser für Kinder