Liedgut

Tettnanger Narrenlied

Hopfennarr komm heraus, treibe uns die Grillen aus.
Gickeler tanz auf dem Mischt, weil in Tettnang Fasnet ischt.
Gätterlet und d’Hopfesau und die Rote Spinne au.
Alle singet mitenand – ma hört’s in Stadt und Land.

Hoorig, hoorig, hoorig isch mei Katz, jehu.
Hoorig, hoorig, hoorig isch mei Katz.
Und wenn mei Katz it hoorig wär, dann fängt se keine Mäuse mehr.
Und wenn mei Katz it hoorig wär, dann fängt se keine Mäus’.
Borschtig, borschtig, borschtig isch die Sau, jehu.
Borschtig, borschtig, borschtig isch die Sau.

Denn in uns’rer Stadt, do kenn i koiner, der koi Fasnetsfraid it hat.
Alle sind per Du und alle rufet laut Montfort-Jehu.
D’ Metzger, d’ Wirt und au die Bäckersleit,
alle sind so froh, denn jetzt isch Fasnetszeit.
D’ Baure losset d’ Arbet Arbet sei,
kommet jeden Dag emol in’s Städtle nei.

Denn in uns’rer Stadt, do kenn i koiner, der koi Fasnetsfraid it hat.
Alle sind per Du und alle und rufet laut Montfort-Jehu.
D’ Flaschner, d’ Schmied und au die Schtoimetzleit,
alle sind so froh, denn jetzt isch Fasnetszeit.
Trübsal blose duet jetzt koiner meh,
d’ Fasnet z’ Tettnang, die isch oifach wunderschee.


Schwobelied (Melodie: Badenerlied)

Mir Schwobe sind a oig’ne Rass,
sind aus me b’sondre Holz.
Auf uns ischt alle Zeit Verlass,
ja mir sind Deutschland’s Stolz.
Denn mir hond Stil und mir sind g’scheit.
Zu große Tate stets bereit, stets bereit.

Glück auf, Glück auf, Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf, mei Schwobeland.

Vom Schwarzwald bis in’s Allgai nauf,
vom Neckar bis zum See.
Des isch unser Schwobaland,
do isch es wunderschee.
Ein Land, wo alles blüht und sprießt,
ein Land wo Milch und Honig fließt, Honig fließt.

Glück auf, Glück auf, …

Die Schwobemädle sind ganz g’wieß
die liebschte von de Welt.
Sie sorget für uns Männer so,
dass uns gar nie was fehlt.
Und wer a Schwobemädle küsst,
sein Lebe lang es it vergisst, it vergisst.

Glück auf, Glück auf, …


Bozener Bergsteigermarsch (Tettnanger Version)

Wohl ist die Welt so groß und weit und voller Sonnenschein.
Das allerschönste Stück davon ist doch die Heimat mein.
Dort wo aus schmaler Felsenkluft ,der Eisack springt heraus,
von Sigmundskron der Etsch entlang, bis zur Salurner Klaus.

Heidi ...

Wo König Ortler seine Stirn hoch in die Lüfte reckt,
bis zu des Haunolds Alpenreich, das tausend Blumen deckt.
Dort ist mein schönes Heimatland mit seinem schweren Leid,
mit seinen stolzen Bergeshöh’n, mit seiner stolzen Freud.

Heidi ...

Des Johr vergoht, die Zeit verrinnt und plötzlich über Nacht,
goht d’Fasnet los in uns'rer Stadt und alles singt und lacht.
Mir holet uns're Häser raus und gond auf d'Stroß im Nu.
Mir danzet um de Narrebaum mit viel „Montfort-Jehu"

Heidi ...

Drum auf und schtoßet d’Gläser a, in Tettnang g’fallt es mir.
Des Torschloss und de Bäreplatz und au no s'Kronebier.
Und wenn dereinst, so leid mir’s duet, mei Lebenslicht erlischt,
frai i mi, dass' im Himmel grad - schee wie im Städtle ischt.

Heidi ...


Württembergerlied

Preisend mit viel schönen Reden
Ihrer Länder Wert und Zahl,
Saßen viele deutsche Fürsten
Einst zu Worms im Kaisersaal.

„Herrlich“, sprach der Fürst von Sachsen,
„Ist mein Land und seine Macht;
Silber hegen seine Berge
Wohl in manchem tiefen Schacht.“

„Seht mein Land in üpp'ger Fülle,“
Sprach der Kurfürst von dem Rhein,
„Goldne Saaten in den Tälern,
Auf den Bergen edlen Wein!“

„Große Städte, reiche Klöster!“,
Ludwig, Herr zu Bayern sprach.
„Schaffen, dass mein Land dem euren
wohl nicht steht an Schätzen nach.“

Eberhard, der mit dem Barte,
Württembergs geliebter Herr,
Sprach: „Mein Land hat kleine Städte,
Trägt nicht Berge silberschwer;

Doch ein Kleinod hält's verborgen:
Dass in Wäldern, noch so groß,
Ich mein Haupt kann kühnlich legen
Jedem Untertan in Schoß.“

Und es rief der Herr von Sachsen,
Der von Bayern, der vom Rhein:
„Graf im Bart! Ihr seid der Reichste!
Euer Land trägt Edelstein!“